Pressemitteilung zum Internationalen Tag der Familie, 15.5.2013

„Pflege- und Erziehungszeiten müssen für Rente angerechnet werden“

SVP-Kammerabgeordnete Renate Gebhard hat sich am Mittwochnachmittag im Rahmen einer Sitzung der Arbeitskommission bei Arbeitsminister Enrico Giovannini für Maßnahmen zur Anerkennung der Pflege- und Erziehungszeiten stark gemacht. „Es muss unser aller Anliegen sein, uns für eine stärkere Förderung der weiblichen Beschäftigung sowie für eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf einzusetzen. Dabei ist die Anerkennung jener Zeiten, die bisher überwiegend Frauen für die Pflege und Erziehung der Kinder oder Angehöriger aufbringen, für die Berechnung der Rente ein wichtiger Schritt“, so Renate Gebhard.

Mit den Pensionsreformen der vergangenen Jahre sei zwar das Rentenantrittsalter der Frauen jenem der Männer angepasst worden, doch zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen ließen immer noch auf sich warten. „Die Organisation des Familienlebens lastet nach wie vor überwiegend auf den Schultern der Frauen. Die bisherigen Regierungen haben es jedoch verabsäumt, parallel zu den Rentenreformen Maßnahmen zu verabschieden, mit denen die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben erhöht wird“, so Renate Gebhard in der Arbeitskommission der Abgeordnetenkammer. Sie brachte in diesem Zusammenhang vor, dass es dringend nötig sei, endlich konkrete Schritte anzugehen, um Pflege- und Erziehungszeiten bei der Berechnung der Rente zu berücksichtigen.

Aufgrund der knappen finanziellen Ressourcen sei es momentan nicht möglich feste Zusagen zu geben, so Arbeitsminister Enrico Giovannini. Er versprach jedoch, mit dem Parlament zusammenzuarbeiten und sich nach Möglichkeit für die vorgebrachten Anliegen einzusetzen.

Rom, 15. Mai 2013

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