IRPEF-Dekret: Südtiroler Volkspartei spricht der Regierung das Vertrauen aus

Gebhard: „Steuererleichternde Massnahmen für kinderreiche Familien sollen im Stabilitätsgesetz 2015 festgeschrieben werden“

Die SVP-Parlamentarierin Renate Gebhard hat bei ihrer heutigen Stimmabgabeerklärung zur Vertrauensfrage in der Abgeordnetenkammer die Unterstützung der Südtiroler Volkspartei (SVP) für das IRPEF-Dekret der Regierung erläutert.

„Mit den vorgelegten Maßnahmen kann die Regierung den eingeschlagenen Weg der Reformen weitergehen und daher ist es allein schon aus diesem Grund wichtig, dass sie das Vertrauen erhält“, unterstrich Gebhard, die auf die bisherigen Erfolge der Regierung verwies. Das am Dienstag vorgelegte Dekret sehe unmittelbar wirksame Unterstützungsmaßnahmen für Geringverdiener vor. Diese sollen im Stabilitätsgesetz 2015 verankert werden und tragen langfristig zur Ankurbelung der Wirtschaft bei. „Wir befürworten die Entscheidung der Regierung, die Arbeit steuerlich zu entlasten und die Kapitalerträge stärker besteuern zu wollen“, so Renate Gebhard auch im Namen ihrer Parlamentarierkollegen Daniel Alfreider, Albrecht Plangger, Manfred Schullian und Mauro Ottobre. Damit werde die Realwirtschaft unterstützt, die Schere zwischen Brutto- und Nettolohn reduziert und die Arbeitslosigkeit bekämpft, erklärte die SVP-Kammerabgeordnete in ihrer Stimmabgabeerklärung für die SVP und den PATT.

„Wir begrüßen die reduzierte Steuerlast im Bereich der Arbeit, welche durch die Anhebung der Steuerabzüge für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Einführung eines Irpef-Bonus für Einkommen unter 24.000 Euro und die Senkung der Irap-Steuersätze für kleine und mittlere Unternehmen erreicht wird“, betonte die SVP-Vertreterin in der Aula. Im Rahmen des Stabilitätsgesetzes 2015 sei zudem notwendig, die steuerlichen Rahmenbedingungen für die Unterstützung der Familien festzulegen, so Gebhard. Dies soll durch die Ausweitung des Steuerbonus auf kinderreiche Familien oder die Anwendung des Familiensplittings erreicht werden, wobei die Kriterien so festgelegt werden müssen, dass die Beschäftigung von Frauen nicht beeinträchtigt werde.

„Als Sonderautonomie wissen wir die Bemühungen der Regierung zu schätzen, die ursprünglich vorgesehen doppelten Kürzungen der Regionen mit Sonderstatut und der autonomen Provinzen Bozen und Trient zu vermeiden“, nahm Renate Gebhard insbesondere zum Bonus von 80 Euro Stellung. Die Regierung hatte zugesichert, dass die im Sonderstatut vorgesehenen Kriterien respektiert werden und das Dekret keine Auswirkungen auf die bereits eingeplanten Einnahmen haben werde.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.