Regelung der Nachnamen für Kinder: Freie Wahl und Gleichstellung von Mutter und Vater

Die SVP-Kammerabgeordnete Renate Gebhard bezeichnet das Gesetz zur Regelung der Nachnamen für Kinder als eine Abstimmung für die Freiheit, für die Anerkennung der Kinderrechte und für die Gleichstellung beider Elternteile. „Bisher hat ein eheliches Kind automatisch den Namen des Vaters erhalten, zukünftig wird auch die alleinige Weitergabe des Nachnamens der Mutter an das Kind möglich sein“, erklärt die Südtiroler Kammerabgeordnete und Vorsitzende der SVP-Frauenbewegung Renate Gebhard, deren Gesetzentwurf in den von der Justizkommission vorgelegten Einheitstext mit eingeflossen ist.


„Mit der gestrigen Abstimmung erkennt die Abgeordnetenkammer die im Artikel 3 der Verfassung festgeschriebene Gleichstellung zwischen Mann und Frau an, indem diese auch auf die Abstammung der Kinder angewandt wird“, betont Renate Gebhard, die sich für die neue Gesetzesregelung ausspricht. Das italienische Parlament sei aufgrund eines Urteils des Gerichtshofes für Menschenrechte im Jänner 2014 dazu aufgefordert worden, die Materie zu regeln und die Mängel in der italienischen Gesetzgebung dringend zu beheben. Mit der Verabschiedung des neuen Gesetzes habe die Kammer für die Freiheit, für die Anerkennung der Kinderrechte und für die Gleichstellung beider Elternteile gestimmt, so Renate Gebhard. „Diese Entscheidung öffnet Italien den Weg zu einem wahren Rechtsstaat sowie die Anpassung an europäische Standards“, unterstreicht die SVP-Kammerabgeordnete.

„Mit diesem Gesetz wird das Konzept des Patriarchats in der Familie überwunden, da die Pflicht des väterlichen Nachnamens abgeschafft wird“, betont Renate Gebhard. Gleichzeitig würde die Unterscheidung zwischen ehelich und unehelich geborenen Kindern aufgehoben. „Die automatische Zuweisung des väterlichen Nachnamens ist nicht mehr selbstverständlich“, so die Vorsitzende der SVP-Frauen. Die Eltern können frei wählen, ob sie ihrem Kind den Nachnamen des Vaters, der Mutter oder beider Elternteile geben wollen. Die SVP-Kammerabgeordnete weist auch darauf hin, dass bei Uneinigkeit zwischen den Eltern dem Kind beide Nachnamen in alphabetischer Reihenfolge gegeben werden und volljährige Kinder ihrem Namen den Nachnamen des Vaters bzw. der Mutter hinzufügen können.

Renate Gebhard betont mit Nachdruck die Notwendigkeit, die vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte aufgeworfenen Beanstandungen auch im Zivilgesetzbuch festzuschreiben und die Bestimmungen auch auf von beiden Eltern anerkannten unehelichen Kindern anzuwenden. „Wird das Kind nur von einem Elternteil anerkannt, so kann es natürlich nur dessen Nachnamen erhalten“, so die SVP-Parlamentarierin.

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