Vouchers für Babysitting: Unterstützung auf Selbständige und Unternehmerinnen ausgedehnt

Seit 2013 erhalten Mütter, die nach der Geburt ihres Kindes frühzeitig wieder in das Berufsleben einsteigen, durch so genannte „Vouchers für Babysitting“ eine Unterstützung zur Finanzierung einer Kinderbetreuung. Durch einen Abänderungsantrag zum Stabilitätsgesetz 2016 der Südtiroler Parlamentarierin Renate Gebhard, der am Dienstag in der Bilanzkommission gutgeheißen wurde, wird diese Maßnahme für Arbeitnehmerinnen nun auf selbständig tätige Frauen und Unternehmerinnen ausgedehnt.

„Berufstätige Mütter brauchen Unterstützung, um Familie und Job unter einen Hut zu bringen“, erklärt die SVP-Kammerabgeordnete Renate Gebhard, deren Abänderungsantrag zum Stabilitätsgesetz in der Bilanzkommission angenommen worden ist. Die bereits bestehende Maßnahme zur finanziellen Unterstützung von Arbeitnehmerinnen, die nach der obligatorischen Mutterschaft in ihren Beruf zurückkehren, wird somit auf selbständig tätige Frauen und Unternehmerinnen ausgedehnt: Im Jahr 2016 können auch sie um Gutscheine für die Kinderbetreuung ansuchen und erhalten für ein halbes Jahr einen Beitrag von bis zu 600 Euro monatlich. „Damit werden Mütter – unabhängig davon, ob sie in einem Angestelltenverhältnis oder selbständig arbeiten – in der Organisation und Finanzierung einer Kindertagesstätte oder einer Tagesmutter unterstützt“, unterstreicht SVP-Parlamentarierin Gebhard.

Da selbständig tätige Frauen in der Regel kein Anrecht auf Mutterschaftszeiten haben, sei die Geburt eines Kindes für jede Unternehmerin mit der großen Herausforderung verbunden, der Verantwortung für den Betrieb und für die Familie gerecht zu werden. „Die nun auf alle berufstätigen Frauen ausgedehnte Maßnahme trägt zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei, ermöglicht mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt und erleichtert frischgebackenen Müttern den Wiedereinstieg ins Berufsleben“, so die SVP-Kammerabgeordnete. Die genauen Kriterien der „Vouchers für Babysitting“ werden vom zuständigen Ministerium innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes erlassen. Die Schlussabstimmung zum Stabilitätsgesetz in der Abgeordnetenkammer wird voraussichtlich am Freitag oder am Samstag erfolgen.

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