Newsletter 2/2017

Liebe Frauen,

wir haben hier in Rom sehr turbulente Monate hinter uns: Die politische Situation ist insgesamt, aber auch innerhalb der Mehrheitspartei PD sehr angespannt, was einen (politisch) heißen Sommer erahnen lässt.

Bekanntlich sind im März die bisherigen „Voucher“ abgeschafft worden, um ein Referendum zu vermeiden. Mit dem von Europa geforderten sogenannten Nachtragshaushalt zur Reduzierung des staatlichen Haushaltsdefizites wurden daher nun für Gelegenheitsarbeiten, sozusagen als Ersatz
fpr die Lohngutscheine, zwei neue unterschiedliche Regelungen eingeführt:
1. für Unternehmen bis max. 5 MitarbeiterInnen und
2. für Familien.

Besonders hitzig wird derzeit das von Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin erlassene Impfdekret diskutiert. Vorab sei daher gesagt: Ich bin keine Impfgegnerin. Der Staat soll meines Erachtens in diesem Bereich aus Gründen des Gesundheitsschutzes und im Interesse der Schwächsten unserer Gesellschaft handeln, wie er es etwa mit der Einführung des öffentlichen Rauchverbotes und einer Promillegrenze gemacht hat. Auslöser für das Dekret ist unter anderem eine Masernepidemie, die auf Italien zurollt. Und wir müssen bedenken, dass nicht alle Eltern das Glück haben, dass ihre Kinder gesund sind.

Außerdem im Newsletter 2/2017

  • Aktuelles aus dem römischen Parlament: bessere Absicherung für Selbständige, Bonus Mamma und Kinderbetreuungsbonus
  • Frauenthemen: Die weibliche Rappräsentanz in der italienischen Abgeordnetenkammer, EU-Politik: Suspendierung wegen frauenfeindlicher Aussagen, Straßburg: Urteil gegen Italien in einem Fall von häuslicher Gewalt
  • Lesetipps: Die unzulängliche Frau, Island schließt den Gender Pay Gap

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